FAQ zum Turnierwesen

Falls ihr noch mehr Fragen habt, schickt sie bitte an: aktiv@ddhf.de

Um in den Kader zu kommen müsst ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die wichtigsten sind:

  • Ihr müsst möglichst weit oben auf der Deutschen Rangliste stehen
  • Euer Verein muss im DDHF sein

Ihr könnt euch jederzeit bewerben, ihr bewerbt euch aber immer auf die Kadermitgliedschaft im nächsten Jahr.
Sobald die neue Saison anbricht, werden aus allen Bewerbern die Kadermitglieder ausgewählt. Beim Kader-Langeschwert-Männer werden Acht Fechter über ihre Ranglistenplatzierung ausgewählt. Daneben gibt es noch zwei Freikarten die der Trainer verteilen kann. Diese Freikarten sind in der Regel für ausgezeichnete Fechter die aufgrund höherer Gewalt nicht mit an Ranglistenturnieren (RLT) teilnehmen konnten.

Die Kader existieren aus mehreren guten Gründen. Zum Einen fördern wir damit das Fechten in Deutschland und hoffen im Spitzenbereich im internationalen Vergleich mithalten zu können und uns im Ausland mehr zu präsentieren. Dies wird durch die Trainingslager und Betreuung der Kader erreicht aber auch durch die dadurch gestiegene Konkurrenz unter den Anwärtern. Wir hoffen, dass so mehr Trainingsanreize und Ziele für alle Beteiligten gesetzt werden und wir alle daran wachsen.
Zum Anderen ist es für eine Aufnahme in den DOSB wichtig, dass es Kader in Deutschland gibt. An der DOSB Mitgliedschaft wiederum hängt für ALLE Mitglieder pures Geld, in Form von Vergünstigungen und Förderanträgen beispielsweise. Außerdem bleiben Wir Historischen Fechter souverän und werden nicht von anderen Organisationen fremdbestimmt.

Nein, aktuell fließen keine Gelder vom DDHF oder vom Bund in die Nationalkader des DDHF.

Ja! Wir haben uns darauf verständigt, dass wenn ein neues Mitglied in den Verband eintritt das letzte Turnier an dem teilgenommen wurde in die DDHF-Punktewertung einfließt. Der Bewerbungsprozess dauert in der Regel ein  paar Wochen. Wir wollen damit vermeiden das ein neues Mitglied aus Zeitgründen benachteiligt wird und gleichzeitig Neuen damit einen Anreiz bieten dem Verband beizutreten. Somit haben neue und gute Fechter die Chance sich direkt auf einen Kaderplatz zu bewerben insofern die Punkte reichen und müssen nicht, im schlechtesten Fall, erst darauf warten in der nächsten Saison Punkte zu bekommen um sich für die übernächste bewerben zu können. Wir möchten neue Fechter Willkommen heißen und fördern und nicht ausschließen oder ausbremsen. Gleichzeitig haben wir uns dagegen entschieden alle Turniere der laufenden Saison einem neuen Mitglied nachträglich zuzuordnen. Diese Regelung wäre unserer Auffassung nach unfair gegenüber den bereits gelisteten Fechterinnen und Fechtern die urplötzlich um Ihren Platz gebracht werden. Damit wurde  ein guter Kompromiss zwischen Kulanz und Fairness erreicht. Das Ganze geschieht aber auf Anfrage um unseren Arbeitsaufwand abzumildern. 

Ihr meldet euch bei uns mit:

  • Verwendetem Regelwerk (nur offizielle, auf der DDHF Seite veröffentlichte Regelwerke sind zulässig)
  • Datum, Uhrzeit, Ort des Turniers, sowie Ansprechpartner für Teilnehmer

Dies sollte 3 Monate vor dem Turnier passieren, damit die Fechter genug Zeit zur Planung haben, kann gerne aber auch weit vorher geschehen. Wenn ihr ein eigenes Regelwerk verwenden wollt, müsst ihr dieses unbedingt vorher genehmigen lassen. Dieser Prozess nimmt viel Zeit in Anspruch, bitte plant das mit ein!
Weitere Hinweise findet ihr hier, oder ihr schreibt uns einfach.

Kontakt für Anmeldung und Rückmeldung, sowie Unterstützung durch den DDHF: turnier@ddhf.de

Ihr braucht die komplette HEMA Schutzausrüstung: 1600N Maske + Hinterkopfschutz, Jacke, Hose, Hand-, Schien-, Ellenbogen- und Unterarmschutz, Tiefschutz bei Männern. Alles weitere stellt zusätzlichen freiwilligen Schutz dar.
Der DDHF empfiehlt seinen Mitglieder die 800N Jacken und Hosen, verpflichtet sind jedoch 350N. 

Je nach Regelwerk kann es zu Abweichungen kommen!

Momentan gibt es einen Langschwert- und Rapier-Kader Anmeldung dazu hier.

Im Kader Langschwert gibt es 10 Plätze für Männer und 10 Plätze für Frauen. Im Rapier Kader gibt es es je 5 Plätze.

Aktuell steht kein solches Turnier an. Der IFHEMA Cup käme zukünftig allerdings dafür in Frage, da hier jede Nation ein Team hinschicken kann. Leider machten die Krisen der letzten Jahre diese Veranstaltung unmöglich.

Die Kadermitgliedschaft stellt vieles dar: Sie ist eine Anerkennung und ein Beleg der eigenen Fechtleistung auf Ranglistenturnieren, sie ermöglicht aber weiterhin diese Fechtleistung auszubauen und zu verbessern. Hierfür muss man zweimal im Jahr an den Trainingslagern teilnehmen. Hier trifft man auf exzellente Fechter und ein Training, dass sich komplett um Turnierfechten dreht. Dabei bezahlt man lediglich die Anreise- und Übernachtungskosten und das Benzingeld des Trainers.
Aber hört euch einfach die Kaderfechter selbst mal an, was sie dazu zu sagen haben:


"Wer denkt, dass HEMA ein Einzelsport ist, liegt falsch. Das Teamgefühl im Kader, ob beim Jubeln an den Seitenlinien auf Turnieren oder beim gemeinsamen Rumalbern im Trainingslager, ist unbeschreiblich." - Carla Huvermann


"Ich bin sehr geehrt Mitglied im Kader sein zu dürfen. Die Trainingslager bringen einen fechterisch enorm voran. Die Kaderfechter unterstützen sich abseits der Trainingslager gegenseitig auf Wettkämpfen und die Kameradschaft im Kader sucht ihresgleichen." - Michael Hein

"Mit den besten Fechter*innen in Deutschland zu trainieren, sich auf allerhöchstem Niveau zu messen, an Stärken und Schwächen zu arbeiten, an die eigenen Grenzen gehen und darüber hinaus - das ist der deutsche Kader. Egal welchen Fechtstil man hat, hier sind alle gut aufgehoben. Ein freundschaftliches Miteinander und permanentes anstacheln zu besseren Leistungen prägen die Trainingslager. Außerdem kann man als Papa auch mal wieder eine Nacht durchschlafen. 🙂" - Martin Höppner

"Ich bin seit Gründung des Kaders mit dabei und kann mittlerweile zusammengerechtet auf über einen Monat schauen, in denen ich jeden Tag von 8 bis 22 Uhr im Trainingslager (TL) gefochten habe! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Im Jahr kommt man auf etwa 9 Tage TL. Dabei kommt aber noch hinzu, dass die Betreuung danach weitergeht: man bekommt Hausaufgaben mit und holt sich jedes TL Kritik ab. So kann man seine Fortschritte gut dokumentieren. Die TL sind auch nicht wie man es von anderen Events kennt: Wir halten keine Seminare ab, gehen Techniken durch und versuchen dieses oder jenes zu verstehen. Wir machen kein Kraft- oder Ausdauertraining, keine spaßigen Ablenkungen (Im Training).  Stattdessen wird davon ausgegangen, dass wir die Techniken beherrschen, an den Basics zu Hause arbeiten und das ganze mit einer gewissen Ernsthaftigkeit betreiben. Das ist erfrischend, man hat ein klares Ziel und teilt dies mit den anderen Mitgliedern. Die Inhalte des Lagers sind in Theorie und Praxis aufgeteilt, wobei der Praxisanteil deutlich überwiegt, bei vielen Übungen spielt Psychologie und Kreativität eine Rolle und natürlich alles unter turniernahen Bedingungen. Die Professionalität und Ernsthaftigkeit haben mich seit Tag eins überrascht und abgeholt; die Kadermitgliedschaft ist nicht so gut weil sie spaßig ist, sondern sie macht spaß weil sie so gut ist." - Paul Hofmann 

Man Verpflichtet sich im Kader dazu an beiden Trainingslagern teilzunehmen und die Kosten dafür selbst zu tragen, bzw. die Gelder dafür selbst über den eigenen Verein zu beantragen. Weiterhin sollte man, so wie es möglich ist, auf internationale Turniere fahren. Sobald man Teil des Kaders ist, ist man auch Gesicht des Historischen Fechtens in Deutschland. Dieser Verantwortung muss man in seinem Taten und Worten gerecht werden.